Neue Tennisregeln 2025: Was sich für Profis und Amateure ändert

Die Tennissaison 2025 bringt eine Reihe Regeländerungen, die sowohl den Profisport als auch den Vereins- und Mannschaftsspielbetrieb betreffen. Von veränderten Coaching-Möglichkeiten über neue Zählweisen. Hier die Punkte, die für Tennis International relevant sind.

Off-Court-Coaching: Trainer dürfen jetzt offiziell eingreifen

Die wohl spektakulärste Neuerung betrifft das sogenannte Off-Court-Coaching. Seit Januar 2025 ist es Trainern erstmals erlaubt, ihren Schützlingen während des Matches Ratschläge zu geben – mündlich oder per Handzeichen. Das Coaching darf jedoch nur zwischen den Ballwechseln, bei Seitenwechseln und in Satzpausen erfolgen und muss „kurz und diskret“ bleiben. Während eines laufenden Ballwechsels bleibt Coaching weiterhin untersagt. Die Regel gilt für alle großen Touren (ATP, WTA, Grand Slams) und wurde nach jahrelangen Testphasen nun dauerhaft ins Regelwerk aufgenommen. Ziel ist es, das Spiel fairer und transparenter zu machen, da verdecktes Coaching ohnehin längst verbreitet war.

No-Ad-Regel im Doppel: Entscheidungspunkt bei Einstand

Eine weitere wichtige Änderung betrifft die No-Ad-Regel im Doppel. Ab dieser Saison wird bei einem Spielstand von 40:40 (Einstand) nicht mehr klassisch mit Vorteil gespielt, sondern der nächste Punkt entscheidet das Spiel. Das rückschlagende Doppel darf wählen, von welcher Seite der Aufschlag angenommen wird, die Spielerpositionen bleiben jedoch unverändert. Diese Regel soll die Matches beschleunigen und ist bereits in vielen internationalen Ligen Standard.

Fazit

Die Saison 2025 steht im Zeichen der Modernisierung und Flexibilisierung. Mit der Öffnung für Off-Court-Coaching, der No-Ad-Regel im Doppel und andere Regeln reagiert der Tennissport auf gesellschaftliche und sportliche Entwicklungen. Die neuen Regeln versprechen mehr Fairness, Tempo und Chancengleichheit – und werden die Dynamik auf und neben dem Platz nachhaltig verändern.

(ps/per)